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Wenn der Sommer etwas zu heiss wird

  • Autorenbild: Sandra Carmen
    Sandra Carmen
  • 23. Juni
  • 4 Min. Lesezeit

Die Sommer in der Schweiz werden wärmer. Was bedeutet das für uns? Und wie kannst du die schönste Zeit des Jahres weiterhin geniessen, ohne deine Gesundheit zu gefährden?


Erinnerst du dich noch an den Sommer 2003?

Ventilatoren waren ausverkauft.

Die Fensterläden blieben tagsüber geschlossen.

In den Nachrichten ging es täglich um neue Hitzerekorde.

Dieser Sommer hat sich bei vielen Menschen tief eingeprägt.

Die Hitzewelle von 2003 führte in der Schweiz zu rund 975 zusätzlichen Todesfällen.

Mehr als zwanzig Jahre später erleben wir erneut sehr warme Sommer. Laut dem Nationalen Zentrum für Klimadienstleistungen (NCCS) wurden im Jahr 2024 schweizweit 326 Todesfälle mit der Hitze in Verbindung gebracht. Besonders betroffen waren Menschen über 75 Jahre.

Diese Zahlen sollen keine Angst machen.

Sie erinnern uns vielmehr daran, dass Hitze mehr ist als eine Frage des Komforts. Sie betrifft unsere Gesundheit, unser Wohlbefinden und unseren Alltag.

Die gute Nachricht: Mit einigen einfachen Gewohnheiten lässt sich der Sommer weiterhin geniessen.


Kurz zusammengefasst

2003

  • Rund 975 zusätzliche Todesfälle während der Hitzewelle

2024

  • 326 hitzebedingte Todesfälle in der Schweiz

Besonders gefährdet

  • Menschen über 75 Jahre

  • Personen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen

  • Menschen mit chronischen Krankheiten


Warum betrifft uns Hitze ab 50 stärker?

Mit zunehmendem Alter verändert sich unser Körper.

Das Durstgefühl setzt oft später ein. Die Temperaturregulierung funktioniert weniger effizient. Herz und Kreislauf arbeiten stärker, um die Körpertemperatur stabil zu halten.

Was früher ein gewöhnlich heisser Sommertag war, kann heute deutlich anstrengender sein.

Deshalb lohnt es sich, auf die Signale des Körpers zu hören und den eigenen Rhythmus etwas anzupassen.

Die Kunst des Sommers besteht nicht darin, gegen die Hitze anzukämpfen, sondern klug mit ihr zu leben.

Höre auf die Signale deines Körpers

An besonders heissen Tagen solltest du aufmerksam werden, wenn folgende Beschwerden auftreten:

  • ungewöhnliche Müdigkeit

  • Schwindel

  • Kopfschmerzen

  • Muskelkrämpfe

  • Übelkeit

  • Konzentrationsschwierigkeiten

  • Verwirrtheit

Treten solche Symptome auf, suche einen kühlen Ort auf, trinke ausreichend Wasser und zögere nicht, medizinischen Rat einzuholen.


Die kleinen Tricks, die Grosses bewirken

Trinken, bevor der Durst kommt

Warte nicht, bis du Durst verspürst.

Wasser bleibt die beste Wahl. Es muss nicht eiskalt sein. Kühles Wasser wird vom Körper oft besser vertragen.

Auch wasserreiche Lebensmittel helfen:

  • Wassermelone

  • Melone

  • Erdbeeren

  • Pfirsiche

  • Gurken


Die Füsse ins Wasser halten

Eine einfache Schüssel mit kühlem Wasser auf dem Balkon oder im Garten kann erstaunlich wohltuend sein.

Eine alte Methode, die bis heute funktioniert.


Schatten statt Sonne

An besonders heissen Tagen ist der Schatten dein bester Freund.

Parks, Wälder, schattige Terrassen oder ein Platz unter einem grossen Baum können wahre Wohlfühloasen sein.


Aktivitäten anpassen

Längere Wanderungen, Gartenarbeiten oder intensive Sporteinheiten sollten möglichst auf die frühen Morgenstunden oder den Abend verschoben werden.

Der Sommer ist keine Prüfung.

Niemand muss bei 34 Grad Höchstleistungen erbringen.


Die Berge – die natürliche Klimaanlage der Schweiz

Wenn die Hitze im Mittelland drückend wird, locken die Berge mit angenehmen Temperaturen.

Ein Waldweg.

Ein Bergbach.

Eine Terrasse mit Aussicht.

Oft reichen schon wenige hundert Höhenmeter, um deutlich durchzuatmen.

Vielleicht liegt gerade darin ein Teil des Schweizer Sommerglücks.


Langsamer werden ist keine Schwäche

Wir leben in einer Zeit, in der Aktivität oft als Erfolg gilt.

Doch die Hitze erinnert uns daran, dass Pausen wichtig sind.

Ein gutes Buch lesen.

Musik hören.

Ein Gespräch mit Freunden führen.

Eine kleine Siesta geniessen.

Oder einfach einmal nichts tun.

Der Körper arbeitet bei grosser Hitze ohnehin auf Hochtouren. Ruhe ist deshalb keine Faulheit, sondern Selbstfürsorge.


Eine kleine Atemübung für heisse Tage

Wenn die Hitze drückend wird, probiere Folgendes:

  • 4 Sekunden einatmen

  • 2 Sekunden den Atem halten

  • 6 Sekunden langsam ausatmen

Wiederhole dies zwei Minuten lang.

Viele Menschen berichten von einer sofortigen Entspannung und einem ruhigeren Herzschlag.


Besser schlafen in warmen Nächten

Viele Menschen leiden weniger unter der Hitze am Tag als unter den warmen Nächten.

Hilfreich sind:

  • morgens und abends gut lüften

  • tagsüber Fensterläden oder Storen schliessen

  • leichte Baumwollbettwäsche verwenden

  • vor dem Schlafengehen kühl duschen

  • ein Glas Wasser auf dem Nachttisch bereitstellen

  • schwere Mahlzeiten und Alkohol am Abend vermeiden

Schon kleine Anpassungen können den Schlaf deutlich verbessern.


Aufeinander achten

Hitze ist auch eine Frage der Solidarität.

Viele ältere Menschen leben allein und bitten nur selten um Hilfe.

Ein kurzer Anruf.

Ein spontaner Besuch.

Eine gemeinsam getrunkene Tasse Kaffee.

Eine Flasche Wasser vorbeibringen.

Diese kleinen Gesten können mehr bewirken, als wir oft denken.


Wie werden die Sommer der Zukunft aussehen?

Die Klimaforschung ist sich weitgehend einig:

Die Sommer in der Schweiz werden wärmer.

Es wird mehr Hitzetage über 30 Grad geben, längere Trockenperioden und häufigere Hitzewellen.

Gemäss den Klimaszenarien von MeteoSchweiz könnten die Sommertemperaturen bis Mitte des Jahrhunderts deutlich ansteigen. Der aussergewöhnliche Sommer 2003 könnte in einigen Jahrzehnten nicht mehr als Ausnahme gelten.

Gleichzeitig rechnen Fachleute mit längeren Trockenperioden, aber auch mit heftigeren Gewittern und Starkniederschlägen.

Die gute Nachricht: Die Schweiz verfügt über etwas, worum uns viele Länder beneiden.

Seen.

Wälder.

Flüsse.

Und die Berge.

Gerade die Alpen werden auch in Zukunft wichtige Rückzugsorte während Hitzeperioden bleiben.

Sich anzupassen bedeutet nicht zu verzichten. Es bedeutet, das Leben weiterhin bewusst zu geniessen.

Die Sommer von morgen

Frühere Generationen lernten, mit schneereichen Wintern umzugehen.

Unsere Generation lernt vielleicht, mit wärmeren Sommern zu leben.

Vielleicht verbringen wir mehr Zeit am Wasser.

Vielleicht suchen wir häufiger die Berge auf.

Vielleicht lernen wir einfach wieder, dem Rhythmus der Natur etwas mehr zu folgen.

Eines wird sich jedoch nicht ändern:

Die schönsten Sommermomente entstehen selten wegen der Temperatur.

Sie entstehen bei guten Gesprächen, gemeinsamen Erlebnissen, einem Lachen mit Freunden oder einem stillen Abend auf der Terrasse.


Das Sommerrezept des Nold Club


Pfirsich-Heidelbeer-Smoothie mit Gurke und Minze

Fruchtig, leicht und überraschend erfrischend.

Zutaten

  • 1 reifer Pfirsich

  • 1 Handvoll Heidelbeeren

  • ½ Gurke

  • einige frische Minzblätter

  • Saft einer halben Limette

  • 150 ml Kokoswasser

  • einige Eiswürfel


Zubereitung

Alle Zutaten fein mixen und gut gekühlt servieren.

Die Kombination aus Pfirsich, Heidelbeeren, Gurke und Minze sorgt für eine angenehme Frische und macht diesen Smoothie zum idealen Begleiter an warmen Sommertagen.


Zum Schluss

Die Sommer verändern sich.

Unsere Freude am Sommer muss sich deshalb nicht verändern.

Vielleicht verbringen wir künftig etwas mehr Zeit im Schatten, am See oder in den Bergen. Vielleicht trinken wir bewusster, gönnen uns öfter eine Pause und achten noch mehr aufeinander.

Denn die schönsten Sommermomente entstehen selten wegen der Temperatur.

Sie entstehen bei guten Gesprächen, gemeinsamen Erlebnissen, einem Lachen mit Freunden oder einem stillen Abend auf der Terrasse.

Nicht die Hitze macht einen Sommer unvergesslich. Sondern die Momente, die wir daraus machen.


Smoothie du Nold Club - Die perfekte Erfrischung!
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