Der Sommer ist noch nicht vorbei: Wie wär’s mit einer kleinen Auszeit🩴 ?
Die Schulferien sind vorbei, die Strände werden leerer und die Preise manchmal etwas freundlicher. Warum also nicht noch eine Woche verreisen? Allein, zu zweit oder mit Freunden – ab in den Süden Europas, ohne gleich um die halbe Welt zu fliegen oder für das Hotel eine Niere verkaufen zu müssen!
War früher beim Reisen alles besser? Nicht unbedingt!
Erinnerst du dich noch an die Ferienfahrten mit der aufgefalteten Strassenkarte auf den Knien, Kassetten im Autoradio und der Diskussion darüber, wer die Autobahnausfahrt verpasst hat?
Das Navi war damals die Person auf dem Beifahrersitz. Und die hatte auch nicht immer recht!
Man verfuhr sich, fragte mit ein paar Brocken Italienisch nach dem Weg und landete manchmal in einem wunderschönen Dorf, das in keinem Reiseführer stand.
Heute lassen sich Flug, Hotel, Restaurant und sogar die Sonnenliege mit ein paar Klicks buchen. Eigentlich fehlt nur noch eine App, die uns daran erinnert, die Aussicht zu geniessen!
Aber verlieren wir bei all der Planung nicht ein wenig die Magie des Reisens?
Wie wäre es, diesen Herbst etwas anders zu machen?
Weniger Programm, weniger Verpflichtungen und mehr Freiheit. Eine Woche, um Neues zu entdecken, gemütlich durch die Gassen zu schlendern und sich auch einmal überraschen zu lassen.
Herbstferien: Endlich wieder Platz für unser Badetuch!
Viele von uns mussten ihre Ferien jahrelang nach dem Schulkalender richten.
Alle verreisten gleichzeitig, am Frühstücksbuffet bildeten sich Warteschlangen und die Sonnenliegen waren schon vor Sonnenaufgang mit Badetüchern besetzt.
Heute können manche von uns ihre Reisedaten freier wählen.
Und mal ehrlich: Wenn die Temperaturen angenehmer sind und die Sehenswürdigkeiten weniger überlaufen, macht das Reisen gleich doppelt so viel Spass.
Ausserdem lässt sich eine Stadt besichtigen, ohne wie ein vergessenes Glace auf dem Armaturenbrett dahinzuschmelzen.
Natürlich bleibt das Herbstwetter unberechenbar. Ein bisschen Regen oder Wind gehört manchmal dazu. Mit der richtigen Kleidung und etwas Gelassenheit ist aber auch das Teil des Abenteuers.
Drei Reiseziele, um den Sommer zu verlängern
1. Sizilien: Dolce Vita mit Cannoli als Zugabe
Stell dir eine sonnige Terrasse vor, einen Espresso, goldene Fassaden und den herrlichen Duft der italienischen Küche.
Für eine Woche eignet sich besonders der Südosten Siziliens: Syrakus, Ortigia, Noto, Ragusa und Modica.
Zwischen barocker Architektur, farbenfrohen Märkten, verwinkelten Gassen und kulinarischen Spezialitäten kommt garantiert keine Langeweile auf.
Und du musst nicht in sieben Tagen die ganze Insel umrunden. Wir sind schliesslich in den Ferien und nicht an der Tour de France!
Sehenswert: Syrakus, Ortigia, Noto, Modica, Ragusa und kleine Ausflüge ans Meer.
Für wen? Für Geniesser, Kulturinteressierte und alle, die gutes Essen als Kulturgut betrachten.
2. Andalusien: Sonne, Tapas und bequeme Schuhe
Málaga, Granada, Nerja, Frigiliana … Schon die Namen klingen nach Ferien.
Im Oktober liegen die durchschnittlichen Tageshöchsttemperaturen in Málaga bei ungefähr 24 °C. Ideal, um gemütlich durch die Städte zu spazieren, ohne bei jeder Treppe ins Schwitzen zu kommen.
Weisse Dörfer, lebendige Terrassen, Märkte und historische Bauwerke sorgen für Abwechslung.
Und dann wären da noch die Tapas. Diese grossartige Erfindung, bei der man fünf verschiedene Gerichte bestellt und trotzdem behauptet, nur eine Kleinigkeit gegessen zu haben!
Sehenswert: Málaga, Nerja, Frigiliana und Granada. Tickets für die Alhambra am besten frühzeitig reservieren.
Für wen? Für Liebhaber von Geschichte, Architektur, gutem Essen und langen Abenden auf der Terrasse.
3. Malta und Gozo: Kleine Inseln, grosse Entdeckungen
Malta eignet sich wunderbar, um Kultur, Meer und Spaziergänge zu kombinieren.
Valletta, Mdina, Rabat und anschliessend Gozo mit seinen Dörfern und Küstenlandschaften.
Die Entfernungen sind relativ kurz. Man verbringt also weniger Zeit mit der Frage: «Sind wir bald da?»
Ein bisschen Geduld braucht es im Strassenverkehr trotzdem.
Sehenswert: Valletta, Mdina, Rabat und drei Tage auf Gozo.
Für wen? Für Neugierige, die Geschichte, Landschaften und Ferien ohne militärisch durchorganisiertes Tagesprogramm mögen.
Flugzeug oder Zug? Auch der Weg kann das Ziel sein!
Im Artikel haben wir ursprünglich CHF 180.– für die Hin- und Rückreise eingeplant, ohne zwischen Flugzeug und Zug zu unterscheiden.
Dabei verdient gerade die Bahn einen festen Platz in unserem Reisevergleich.
Früher reiste man mit einem Sandwich, einer Zeitschrift und vielleicht einem Walkman. Heute haben wir WLAN, kabellose Kopfhörer und immer noch diese eine Person, die drei Stunden lang laut telefoniert!
Trotzdem hat das Reisen mit dem Zug seinen ganz eigenen Charme: Landschaften ziehen vorbei, man liest, träumt, plaudert und entdeckt unterwegs Regionen, die man vom Flugzeug aus nie sehen würde.
Besonders spannend ist Sizilien: Von Mailand aus gibt es Nachtzüge bis nach Syrakus. Der Zug wird für die Überfahrt über die Strasse von Messina sogar auf eine Fähre verladen!
Andalusien ist mit der Bahn ebenfalls erreichbar, benötigt aber deutlich mehr Reisezeit. Und für Malta führt die Reise über Sizilien mit einer anschliessenden Fährüberfahrt.
Preisvergleich ab Biel/Bienne
Reiseziel | Flug inkl. Flughafentransfer, retour | Zug inkl. Fähre, falls nötig, retour | Ungefähre Zugreisezeit pro Weg |
Sizilien – Syrakus | CHF 150–350 | CHF 180–450 | 20–24 Std. |
Andalusien – Málaga | CHF 120–350 | CHF 450–1'100 | 17–26 Std. |
Malta – Valletta | CHF 150–350 | CHF 260–650 | 24–30 Std. oder länger |
Die Preise sind unverbindliche Schätzungen für frühzeitig gebuchte Reisen, keine aktuell geprüften Angebote. Gepäck, Schlafwagenzuschläge und allfällige Hotelübernachtungen unterwegs können zusätzliche Kosten verursachen.
Für eine Woche Ferien kann die Bahnreise nach Andalusien ziemlich zeitaufwendig sein. Sizilien hingegen bietet eine spannende Möglichkeit, bereits die Anreise zum Erlebnis zu machen.
Und wer weiss: Vielleicht beginnt die Erholung schon dann, wenn wir uns gemütlich ans Zugfenster setzen.
Eine Woche Ferien: Was kostet der Spass?
Gute Nachricht: Man muss nicht im EuroMillions gewinnen, um sich eine Woche Auszeit zu gönnen.
Hier zwei beispielhafte Budgets für acht Tage und sieben Übernachtungen ab der Schweiz.
Kosten pro Person | Sparbudget | Komfortbudget |
Hin- und Rückreise | CHF 180 | CHF 250 |
Unterkunft – 7 Nächte | CHF 300 | CHF 650 |
Essen und Getränke | CHF 170 | CHF 350 |
Ausflüge und lokale Verkehrsmittel | CHF 100 | CHF 250 |
Total | CHF 750 | CHF 1'500 |
Diese Beträge sind Richtwerte und keine überprüften Reiseangebote. Die tatsächlichen Kosten hängen von Reiseziel, Datum, Unterkunft und Anzahl Reisenden ab. Das Sparbudget setzt insbesondere eine günstige oder geteilte Unterkunft voraus. Bei längeren Bahnreisen kann das Transportbudget deutlich höher ausfallen.
Und eine universelle Wahrheit bleibt: Der Einzelzimmerzuschlag war noch nie besonders romantisch!
Allein, zu zweit oder mit Freunden: Jede Reise hat ihren Reiz!
Reiseform | Die Vorteile | Die kleine Herausforderung |
Allein | Maximale Freiheit, neue Erfahrungen und Begegnungen | Niemand passt auf deinen Koffer auf, wenn du aufs WC musst! |
Zu zweit | Gemeinsame Erlebnisse, Nähe und geteilte Kosten | Sich auf die Frühstückszeit einigen |
Mit Freunden | Lachen, Entdeckungen und gemeinsame Erinnerungen | Ein Restaurant auswählen, ohne eine Verhandlungskommission einzusetzen |
Allein reisen: Eine Freiheit, die ich schätzen gelernt habe
In den letzten Jahren habe ich meinen Mut zusammengenommen und bin mehrmals allein in die Ferien gereist.
Am Anfang ist das nicht unbedingt einfach. Man muss alle Entscheidungen selbst treffen, sich in unbekannten Situationen zurechtfinden und manchmal die eigene Komfortzone ziemlich weit hinter sich lassen.
Aber was für eine bereichernde Erfahrung!
Ich habe entdeckt, wie schön es ist, meinen eigenen Wünschen zu folgen, spontan die Pläne zu ändern und Menschen kennenzulernen, denen ich auf einer Reise in Begleitung vielleicht nie begegnet wäre.
Und es gibt einen unschlagbaren Vorteil: Niemand beschwert sich, wenn ich zwei Stunden auf einem Markt verbringe oder meine Meinung über das Restaurant dreimal ändere!
Natürlich wähle ich als allein reisende Frau meine Reiseziele mit einer gewissen Vorsicht. Ich bevorzuge Orte, an denen ich mich sicher fühle und weniger mit sexistischen Bemerkungen oder unangenehmen Verhaltensweisen rechnen muss.
Es ist bedauerlich, dass Frauen solche Überlegungen noch immer anstellen müssen. Aber für mich gehört das zur Reiseplanung dazu.
Allein zu reisen bedeutet auch, über sich hinauszuwachsen. Man entdeckt ungeahnte Fähigkeiten, gewinnt Selbstvertrauen und lernt, die eigene Gesellschaft zu geniessen.
Und entgegen mancher Vorstellung heisst allein verreisen nicht automatisch, einsame Ferien zu verbringen.
Manchmal reist man allein los und kommt mit einem Koffer voller Erinnerungen, neuen Bekanntschaften und einer grossen Portion Selbstvertrauen zurück.
Gut, vielleicht auch mit drei Paar Schuhen, die eigentlich nicht auf der Einkaufsliste standen!
Einfach spontan sein!
Stell dir vor: Du schaust morgens auf die Wetterprognose. In der Schweiz ist es grau, aber irgendwo am Mittelmeer scheint die Sonne.
Du suchst nach einer Zug- oder Flugverbindung, findest eine sympathische Unterkunft und denkst: «Warum eigentlich nicht?»
Ein paar Tage später sitzt du auf einer sonnigen Terrasse und geniesst deinen Kaffee.
Kein grosses Projekt, keine Excel-Tabelle mit farbigen Kästchen und vor allem keine zwölf Pflichtbesichtigungen pro Tag.
Einfach mal raus aus dem Alltag!
Natürlich braucht es ein Minimum an Vorbereitung. Reisedokumente, Budget, Verbindungen und Sicherheit sollte man schon überprüfen.
Aber etwas Raum für das Ungeplante zu lassen, bringt eine wunderbare Leichtigkeit zurück.
Ein Kaffee, der länger dauert als geplant. Ein unerwartetes Gespräch. Ein Spaziergang ohne bestimmtes Ziel.
Der wahre Luxus besteht nicht immer darin, weit wegzufahren oder viel Geld auszugeben. Manchmal ist es einfach die Freiheit, eines Morgens zu entscheiden: «So, ich fahre los!»
Wir sehen uns beim nächsten Nold-Souper in Bern!
Reisen gehört zu den Themen, bei denen sofort Geschichten auf den Tisch kommen.
Ein ungewöhnliches Reiseziel, eine unerwartete Begegnung, ein zufällig entdecktes Restaurant oder jene Reisepanne, die damals eine Katastrophe war und über die wir heute herzhaft lachen.
Warum nicht bei einem gemütlichen Essen darüber plaudern?
Unser nächstes Nold-Souper ist für Samstag, den 28. November 2026, in Bern geplant!
Eine schöne Gelegenheit, sich wiederzusehen, Reiseerfahrungen auszutauschen und vielleicht sogar zukünftige Reisebegleiter kennenzulernen.
Weitere Informationen und die Anmeldemöglichkeiten werden vom Nold Club bekannt gegeben.
Versprochen: Für Bern brauchst du keinen Reisepass! Einschreibung per Mail an contact@noldclub.ch (du erhälst die Infos).
Und du, wie reist du am liebsten?
Allein, zu zweit oder mit Freunden?
Buchst du sechs Monate im Voraus, mit einem Reiseprogramm, das einer Weltraummission Konkurrenz macht? Oder packst du lieber spontan deinen Koffer?
Und vor allem: Welches europäische Reiseziel würdest du für eine Woche Herbstferien empfehlen?

Teile deine Erfahrungen und Geheimtipps mit der Nold-Community. Die besten Reiseideen kommen oft von Menschen, die sie selbst erlebt haben!
Denn beim Nold Club haben wir vielleicht ein paar Jahre mehr auf dem Buckel – aber ganz bestimmt nicht weniger Lust, die Welt zu entdecken! 💜
Geschichten, die inspirieren. Begegnungen, die bereichern.



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